Mittwoch, 28. September 2016

Islay

Es passiert immerzu so viel und ich komme mit schreiben gar nicht mehr hinterher.....
Am Flughafen angekommen, war es erstmal schwer einen Parkplatz in dem Wirrwarr zu finden.
Aber wer suchet, der findet.
Da man ja nicht jeden Tag Besuch von Freunden bekommt musste ich mir dafür was lustiges überlegen.
Ein Schild musste her und "Reisegruppe Jung&Willig" wurde geboren. Nein nicht das willig ein anderes, aber dazu später.
Daniel wurde erstmal gebührend empfangen mit dem tollen Schild und alle Leute guckten nur, denn die konnten alle kein deutsch lesen und hätten nur zu gerne gewusst was da drauf steht.
Danach ging es nach Stirling in eine Kneipe, um Daniels Urlaub in Schottland einzuläuten.
Am nächsten Tag ging es in das Castle dort, was echt super gemacht ist.
Dafür braucht man doch schon mal einen ganzen Tag mit Friedhof und die kleinen Läden der Pflasterstraße runter.
Das Castle ist echt sehr groß und viel wurde versucht original nachzubilden. Nur die Gartenanlagen fand ich etwas mager. Es gab aber einen Garten der Annes Garten hieß was alles wieder gut gemacht hat :D
Es ist ein super Castle und kann ich jedem, der einen Tag Zeit hat nur empfehlen.
Lecker Eisstand davor und tolle Aussicht von oben.
Am Nachmittag ging's Richtung Loch Lomond, wo wir die Nacht stehen blieben. Daniel durfte Brot machen und ich konnte mal wieder lecker kochen. Alleine mach ich so was nie und ich koche eigentlich sehr gerne.
Am nächsten Tag ging es nach Kintyre zum Port Kennacraig. Da wir aber getrötelt haben, haben wir die Fähre nach Port Ellen verpasst. Aber wir sind ja flexibel und haben einfach die 1h später nach Port Askaig genommen, was am anderen Ende der Insel liegt.
Und jetzt nochmal kurz zur "Reisegruppe Jung&Willig"  Jung muss man ja bei stets bleibenden 19 nicht erklären. Aber willig entstand durch die große Planung einmal um die Insel zu laufen, um alle Distilleries in Angriff zu nehmen. Wie das ausging......
In Port Askaig angekommen, ging es bei gefühlten 30 Grad einem steilen Berg hoch und ich wünschte mir Pferdi würde meinen Rucksack auch noch tragen.
Henry hatte einen Hunderucksack und durfte sein Futter für 1 Woche selbst tragen.
Dann ging es zur ersten Station nach Caol Ila, wo wir es noch pünktlich zur letzten Tour schafften.
Der Rückweg wurde durch unzählige Fliegen und Midges erschwert. Die 2 Meilen zurück zur Hauptstraße, ging es dann 4 Meilen die nächste Straße wieder rein, um zu Bunnahabhain zu kommen.
Dort wurden wir nicht nur mit einem tollen Schlafplatz am Meer und Blick auf die Paps von Jura belohnt, sondern auch mit gefühlten 1 Million Midges.
Nur kurz zur Erklärung. Midges sind so groß wie Obstfliegen und sehen auch so aus, nur stechen die unheimlich sehr. Das schlimme ist nicht einmal der Stich. Nein das üble Jucken fängt 2 Tage drauf an und hört kaum auf! Und am schlimmsten ist es wenn man nasse Haut hat! War ja auch perfekt dafür bei knallender Sonne nach der Strecke sind wir dann nur so davon gelaufen!
Henry sah nach 10 min aus wie ein Streusselkuchen von den vielen Stichen.
Zeltaufbau bei diesen Bedingungen ein Traum! Als Daniels Zelt stand und alles verstaut war musste ich mich erstmal mit dem Hauptproblem beschäftigen.
Da diese Viecher keinen Rauch mögen und ich mir Whisky in meinen Flachmann abfüllen lassen habe, schmierte ich mich erstmal mit dem kostbaren Gut ein.
Da in Islay die Gerste stark mit Torf geräucht wird, ist natürlich das auch extrem im Whisky zu schmecken und riechen.
Und ich als Ökotussi mag so Chemiespray und Zeug gar nicht. Wenn es Tiere tötet oder weghält, was macht es dann mit meinem Körper?!
Whisky hilft super und jeder der Whisky mag hat jetzt einen Grund sich damit einzureiben. Aber bitte dran denken, er muss am besten rauchig-torfig sein.
Die Nacht war super und ich konnte das erste mal meinen Biwack Sack testen, den ich von Jürgen erworben hatte.
Jürgen das ist eine Top Sache. Bin total begeistert und regenfest ist er auch, in der Morgendämmerung hatte es zu regnen begonnen!
Das Zelt blieb erstmal stehen und wir zu Bunnahabhain rein für eine Tour. Da ich Henry nicht alleine angebunden lassen durfte,  musste Daniel die Tour alleine machen und ich bin mit Henry noch ein bisschen im Regen gelaufen.
Danac mussten wir im Regen Zelt abbauen und die 4 Meilen zurück zur Hauptstraße laufen.
Das Zurücklaufen im Regen war angenehmer, als bei 30 Grad Sonnenschein, nur beschlossen wir dann mit dem Bus weiter zu machen. Der kam nur leider erst in 1,5h. Wir total durchnässt haben erstmal Käsebrötchen und Tee gemacht. Hat aber alles nicht besser gemacht, denn wenn man sich warm gelaufen hat und dann steht wirds schnell richtig sehr kalt! Und bevor ich noch öfter mit Henry draußen warten muss, weil sich manche so blöd haben dachten wir das es anders weiter gehen muss. Das war der Punkt wo der Wille uns verlassen hatte und wir unser Schild in nur noch Jung hätten ändern müssen.
Laut Fährplan wäre in 40 min eine Fähre zurück nach Canacraig(wo der Bus geparkt war) und von dort 20 min später wieder zurück nach Islay.
Der Plan! Wir fahren zurück und holen das Auto und sind heute Abend sogar schon wieder da!
So gesagt so getan. Zum Hafen zurück waren es vielleicht 4 Kilometer. Es waren die schnellsten 4 Kilometer mit Gepäck!
Auf der Fähre meinte Daniel das es Duschen im WC gab, also hab ich das schnell gecheckt und die Arbeiter gaben das ok. Duschen wie geil! Aber davor musste erst noch der Bus an Board. Daniel rannte zum Bus und fuhr ihn vor das Schiff in die Parklinie, während ich alles anmeldete und Tickets holte.
Alles passte perfekt und zur Belohnung gab's duschen umsonst! Ich dusche ja nie oder besuche Campingplätze, weil ich da viel zu knausrig bin und auch nicht Geld ohne Ende habe. Deswegen sind wir auch erst mit Rucksack los. Hin- und Zurück mit Auto kostet das über 100 Euro und das ist schon echt ganzschön viel Geld!
Aber es war dann eine gute Entscheidung und Henry wurde nicht mehr so extrem gestochen, wir sahen mehr von Islay, blieben trocken, hatten weniger Stress und mehr Spaß an den Whiskytouren.
Da wir eh einmal in Port Askaig waren und Jura gleich daneben, fuhren wir Frühs nach Jura mit der Fähre ohne Bus und Henry. Dort setzten wir uns in den Busshuttle und fuhren zur einzigen Distillery auf der Insel, die natürlich auch nach ihr benannt ist. Dort hatten wir sau viel Glück und sind ohne Anmeldung in eine Tour mit reingekommen. Daniel ist in den Genuss eines Sticky Toffee Pudding gekommen und konnte nicht mehr genug davon bekommen.
Per Anhalter ging es zurück und ruckzuck wieder in Port Askaig. Dann fuhren wir Richtung Kilchoman und verbrachten dort die Nacht direkt in Strandnähe.
Ich muss noch kurz einwerfen, Islay ist nochmal ein kompletter Unterschied zum Rest von Schottland!
Die Menschen grüßen dort alle und jeden! Wenn man den Straßen entlang fährt grüßen sich ALLE Autofahrer gegenseitig egal woher! Die Menschen dort sind sehr offen und herzlich, noch mehr als auf dem Festland.
Früh ging es zu Kilchoman zur Distillery Tour mit anschließender Verkostung von 2 Whiskys.
Kann gar nicht mehr sagen wie es geschmeckt hat, nur das es nichts für mich war.
Da es noch ewig hin war bis zur Tour bei Bruichladdich fuhren wir ganz schnell erstmal zu Bowmore und hatte richtig viel Glück, denn dort musste der Manager die Führung machen, da seine ganzen Mitarbeiter auf Betriebsausflug waren. Auch fragte ich gleich mal wegen Arbeit über den Winter, da es mir bei Bowmore sehr gut gefiel. Sie ist auch die älteste Distillery auf Islay. Wir probierten sogar den Sud aus den Mashtuns was wie Starkbier schmeckte, den New Spirit und einen 10 Jährigen frisch aus dem Fass im Vaults Nr. 1, was das einzige Warehouse in Schottland ist was unter dem Meeresspiegel liegt. Und ich konnte dort noch eine kleine Auffüllung für meinen Flachmann aus dem 10 Jährigen Fass abluchsen.
Danach war es recht spät, später als erwartet und Bruichladdich schafften wir an diesem Tag nicht mehr. Also sind wir erstmal nach Port Ellen gefahren und haben uns etwas umgeguckt und wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang an dem kleinen Strand dort belohnt. Im Seasalt haben wir dann erstmal etwas gegessen und im Andrew's Inn tief ins Glas geguckt. Am nächsten Morgen ging es zu Laphroaig und Ardbeg wo wir auch sehr schöne Touren hatten. Dann sind wir schnell nochmal zu Bruichladdich, wo wir keine Tour bekommen hatten und nur den Gin Botanic probiert haben. Das nenne ich echte Medizin das Zeug! Am letzten Tag hatten wir nur noch Lagavulin und machten dort eine große Verkostung mit. Ich glaube 6 Whiskys in knapp einer dreiviertel Stunde, wo wir noch die Legende von Lagavulin kennen lernen durften. Ian MacArthur. Danach ging es die Hügelstraße entlang "geflogen"zum ältesten keltischen Kreuz auf Islay, denn der Whisky tat seinen Rest.
Zum Glück haben die es auf Islay nicht so mit trinken am Steuer und viele haben auch keinen Führerschein deswegen. Wenn man keinen hat, kann er einen ja nicht weggenommen werden. Dumm sind sie nicht :D
Am Kreuz angekommen, machte ich eine sehr unangenehme Begegnung mit einem älteren, stark adipösen Mann, der dachte er kann der kleinen Ossiblondine die Welt neu erklären und machte mich aufs unterste Niveau dumm. Bin ja nicht auf dem Mund gefallen und hab nicht nur eingesteckt, sondern auch ausgeteilt. Und alle die denken das Frauen, die einen großen Hund haben, ihn nur haben weil sie Minderwertigkeitskomplexe haben, sind mehr als nur einmal von der Wickelkomode gefallen, wie der "nette" Herr wahrscheinlich auch. Jedenfalls war die Diskussion auf einem Niveau von einer 10. Klasse, sodass ich schnell das Thema wechselte und es nicht mehr weiter ausartete.
Als er weg war genehmigten wir uns einen Tee und ein Stück Kuchen dort. Zwischen den Schafen stand am Wegrand ein Tisch mit Kisten und Kannen darauf. An der Seite ein Schild mit den Preisen für Kaffee, Tee und Kuchen. Man konnte zwischen 5 verschiedene Kuchensorten wählen. Sehr typisch für Großbritanien.
Die Leute verkaufen oft Privat Sachen an der Straße oder weisen darauf hin, dass sie Eier, Milch, Pflanzen,.....günstig verkaufen, durch handgeschriebene Schilder oder einfach Kiste mit einer kleinen Kasse des Vertrauens.
In Spanien gab es das auch, natürlich nur von den Engländern gemacht, die selbstgemachte Marmelade und Gele auf Tischen an der Straße verkauften.
Zurück in Port Ellen sind wir Abends wieder in den Pub, wo wir uns mit Judith und Uwe verabredet hatten, die wir während der Verkostung bei Lagavulin kennenlernten und die ebenfalls aus Thüringen kamen. Es wurde ein sehr lustiger Abend, mit noch 4 anderen Schotten am Tisch. Am nächsten Morgen spekulierten wir darauf, ob wir einen Platz auf der Fähre bekommen, die zurück nach Kennacraig ging. Es war die einzige an dem Tag von Port Ellen aus und Daniel musste am nächsten Tag zurück zum Flieger.
Aber Glück gehabt, zumindest Daniel, denn ich wäre am liebsten noch länger geblieben. Ich vermisse dieses herzliche schon sehr!
An dem Tag besorgten wir nur noch etwas Essen und Holz zum Burger grillen und suchten uns einen schönen Platz am Strand. Burger sind auch super lecker geworden. Alleine mache ich ja sowas nie, da hab mich mich schon sehr gefreut das mal machen zu können.
3 Burger später sind wir fast geplatzt!
Am nächstenMorgen wurde mal ausgeschlafen und Daniel zum Flughafen zurück gebracht. Ein letztes Foto gemacht und ich bin wieder Richtung Norden nach Fort Williams.........



EMPFANG AM FLUGHAFEN



DANIEL MACHT BROT

DIE ÜBERFAHRT 


CAOL ILA

ALLE WEGE FÜHREN AUF ISLAY

BUNNAHABHAIN


DIE ERSTE RÜCKFAHRT


JURA


KILCHOMAN


BOWMORE


BERÜHMTES NR.1 VAULTS


PORT ELLEN


LAPHROAIG


ARDBEG


BRUICHLADDICH


LAGAVULIN


ÄLTESTES KELTISCHES KREUZ AUF ISLAY


RÜCKFAHRT


LECKER BURGER


UND MEER GENIEßEN


ABSCHIED REISEGRUPPE JUNG UND WILLIG

Sonntag, 11. September 2016

Schottland

So jetzt wollt ihr ja alle wissen, wie es weiter ging. Noch ganz kurz vorneweg. Vielen Dank für das viele positive Feedback und ich werde mich bemühen öfter zu schreiben.

.....in Schottland angekommen ging es gleich zu einem Punkt, den ich schon einige Jahre vorher mit meiner Zwickauer Freundin besucht hatte.
Dem Ben Nevis, Großbritaniens höchster Berg. Mein Geschenk für mich zum Geburtstag. Ich musste es mir mal wieder beweisen.
Am 11. kam ich Abends dort an. Gleich daneben das Ben Nevis Inn, das einzige gute Lokal wo ich bisher war. Da die Schotten ja gerne alles frittieren ist die schottische Küche gar nicht meins, aber das Essen dort ist echt lecker.

Jedenfalls konnte ich die Navht davor auf dem Parkplatz stehen bleiben und bin am nächsten Morgen gleich voller Elan los. Henry hat erstmal noch Schafe gejagt, wo ich kurz überlegt hatte so zu tun als wäre es nicht mein Hund. Er kam aber gleich zurück, nachdem ich rief und hörte.
Weiter oben gab es zum Glück keine Schafe mehr. Der Weg wurde teils schon sehr mit Steinstufen ausgebaut, was die 1340m bis zur Spitze noch anstrengender machte.
Da ich seit Wochen nichts mehr gemacht hatte, fiel mir der Aufstieg schon recht schwer.
Im 1. Drittel angekommen an einem See der von weiter oben noch gigantischer aussah. Dann begann es zu regnen und ich dachte nur Sch......e!
Egal, wenn ich mir was in den Kopf setzte wurde es auch gemacht und zwar ganz!
Es waren so viele Leute unterwegs und ich Kämpfte  von Meter zu Meter mit mir. Fast oben angekommen kamen wir an einer Ecke vorbei, wo noch Schnee lag und Henry war ganz außer sich, da es sein erster Schnee war in dem er spielen konnte. In Spanien gab es ja keinen. Und Andorra hat er ihn nur vom Auto aus den Schnee gesehen.
Die Leute waren alle begeistert und jeder streichelte Henry. Alle hatten ihre Kameras gezückt, um ein Foto von ihm zu machen. Sah schon echt durchgeknallt aus, wie er da so rum gerannt ist!
15 Minuten später waren wir endlich, wie viele andere, auf der Spitze angekommen. Nur war so viel Nebel das letzte Drittel das man gar nichts sehen konnte. Es war sehr kalt und windig oben, was einen langen Aufenthalt unmöglich machte. Foto gemacht und ab ging es wieder zurück.
Der Abstieg war die Hölle mit diesen blöden Stufen. Das ist so ein unnatürliches Laufen auf einen Berg! Ich habe extrem Knieschmerzen bekommen und musste sogar beim Abstieg Pausen machen. Doch endlich nach 5h unten wieder angekommen, war ich mal wieder etwas stolz auf mich und für nächstes Jahr such ich mir einen noch höheren Berg!
Abends ging es ins Ben Nevis Inn, wo ich wenig später eine super liebe Norwegerin kennen lernte und die mir dann auch noch einen Nachtisch zum Geburtstag bestellt hatte.
Einen Sticky Toffee Pudding! Schottisch und super lecker! Der Tisch war sehr gemischt und es war eine lustige Runde. Ein Chinese, ein Paar aus Frankreich und ein Paar aus der Schweiz kamen noch dazu und dann kamen einige Musiker und die Tische wurden zur Seite gerutscht. Es war wunderbar und die Atmosphäre noch dazu von diesem berghüttenähnlichen Restaurant mit einem großen Fenster, wo die Musiker davor die schönsten schottischen Lieder sangen und spielen und dahinter es noch hell draußen war, die Schafe auf der Weide zu sehen.
Am nächsten Tag ging es in Fort William in der Stadt erstmal umgucken und erkunden.
Ach und Muskelkater hatte ich nicht zu wenig!
Nachdem ich alles besorgt hatte ging es wieder Richtung Süden, da ich mich noch für Sonntag zum Color Run in Glasgow angemeldet hatte.
Dazwischen machte ich noch einen Stopp am Loch Levin, um eine Runde bei dem mal schönen Wetter mit dem Kayak zu paddeln. Der Muskelkater soll sich ja nicht ausruhen.
Glasgow ist ja echt groß, aber zum Glück hab ich einen Schlafplatz gefunden und konnte am nächsten Morgen direkt beim Start umsonst parken.
War auch die erste dort, der Rest kam 30min vorm Start. Durch den schlechten Wetter war nicht viel los. Anfangs dachte ich nur ach du Scheisse bei was hast du dich da angemeldet, weil ich mir so verloren vorkam. Da ich nicht der Mensch bin der auf andere zugeht und der die Ruhe genießt, war ich total alleine dort und kam mir schon etwas blöd vor. Doch dann entdeckte ich Leute die ihre Hunde dabei hatten und die hab ich dann erstmal gefragt ob das mit Hund erlaubt sei. Jop. Also hab ich schnell Henry geholt und 15min drauf ging es los. Ist doch schon was anderes, wenn man nicht "alleine" rennen muss. Henry war natürlich wieder die Attraktion, da die Hunde der anderen alles Schoßhunde waren.
War auch echt lustig und hat Spaß gemacht. Zum Schluss gab es dann noch ein Programm für die die noch nicht genug Farbe abbekommen haben.
Wir durften natürlich wieder die 5km zurück laufen. Die Nacht blieb ich noch in Glasgow, da ich am nächsten Tag in die Waeschrei wollte, um meine Waesche zu waschen.
Wo wir bei der Frage sind die mir so viele stellen. In Spanien konnte ich durch das ständig gute Wetter meine Waesche immer per Hand machen, aber in UK geht das nicht mehr. Deshalb geh ich 1x im Monat in einen Waschsalon und kann dort für etwas Geld waschen und gleich trocknen.
Und es sieht dort genauso aus, wie man es aus dem Fernseher kennt mit Waschmaschine and Waschmaschine und Stühle  davor zum warten.

Danach bin ich wieder Richtung Norden, wo ich am Loch Lomond vorbei kam und ein paar Tage blieb. Ich wartete auf Post von meinen Eltern und vom Historic Scottland, wo ich mich angemeldet hatte, da ständig Eintritt zahlen echt teuer ist und ich mir doch gerne die alten Sachen angucke. So hab ich eine Mitgliedschaft abgeschlossen für 50£ und kann mir fast alle Schlösser in Schottland angucken.
Das ganze habe ich mir einfach ans Post Office in Fort William schicken lassen, wo ich das vorher angefragt hatte und es auch nichts kostet.
Mein Paket war da nur die Karte für die Mitgliedschaft hatte ich nocht nicht und auf die warte ich heute noch.

Da ich nicht ewig warten wollte, bin ich Richtung Skye gefahren, wo ich eine Österreicherin kennenlernte und mit ihr auf Skye einiges unternahm.
In Portree sind wir erstmal in eine Bar haben was getrunken und live Musik gehört. Am nächsten Tag ging es mit einem guten Hangover auf dem Old man of Storr.
Wunderschöner Berg, der eigentlich nicht schwer zu erwandern ist.
Weiter zum Dunvegan Castle, was echt super schön ist nur etwas sehr teuer. Am Corals Beach machten wir einen Stopp, den ich echt jeden nur empfehlen kann.
Der ist auch gleich die Straße weiter vom Dunvegan Castle. Der einzige Strand in UK der aus winzigen Korallen- und Muschelstückchen besteht.
Da muss man auch erstmal einen Kilometer hinlaufen und an einer Kuhherde vorbei. Mit Henry war das so eine Sache, die Kühe dachten er gehört zu ihnen und sind uns hinterher. Sogar ein Bulle war mit auf der Weide, aber alles war gut und die Kühe nur neugierig. Am Strand angekommen war natürlich auch noch schönster Sonnenschein und auf der anderen Seite der Bucht konnte man Seerobben hören und beobachten.
Auch den Neistpoint auf Skye haben wir besucht und dort 2 Markrelen von Fischern geschenkt bekommen, die natürlich gleich zum Abendbrot gegessen wurden.
Das Wetter war echt super schlecht dort und die Sicht nicht besonders toll. Konstanze, die Österreicherin, schlief die Nacht auch bei mir im Bus, da sie nur einen Leihwagen hatte und das zu kalt geworden waere über Nacht.
Am nächsten Tag trennten wir uns, da sie Richtung Inverness weiter wollte und ich auf die restliche Post wartete und wieder Richtung Fort William bin.

War noch immer nichts da und bin deshalb erstmal nach Kintyre, einer Landeszunge. Dort hab ich einen super Schlafplatz gefunden, wo ich fast eine Woche blieb.
Strand, Meer und Blick auf Islay. Sogar Besuch von einer Robbe bekam ich mal und konnte mir Napfschnecken zum essen sammeln.
An einem Tag packte mich mal wieder der Übermut und ich bin mit dem Kayak aufs Meer raus um zu einer kleinen Insel zu paddeln, die zwischen Islay und mir lag. Raus ging es auch recht schnell nur wurde der Weg zur anderen Insel nicht kürzer, obwohl ich kaum noch meinen Bus sehen konnte. Achja und viele Fragen dann immer..."Und was machst du mit Henry?" Der bleibt im Auto, hab extra solche Isoatten die ich an die Scheiben mache falls ja mal Sonne kommt. Mach das auch nur an bewölkten Tagen oder wenn ich das Auto im Schatten parken kann. Und Fenster auf und Wasser rein. Hier in UK muss man da ja nicht so ne Panik haben, wie in Deutschland, da es nie wirklich heiß wird.
Hab auch schon nach kleinen Booten im Netz gesucht, damit ich ihn immer mit aufs Wasser nehmen kann.
Aber gut jetzt. Ich war dann recht weit draußen und dachte gut es reicht, gehst wieder zurück. Nur das gestaltete sich mehr als schwer. Ich hab gepaddelt wie verrückt bis ich endlich wieder am Ufer war.
Das schönste ist es trotzdem, wenn man weit draußen ist und das Wasser dann ganz ruhig.
Und eine Nacht war auch sehr erlebnisreich. Da gab es ein Gewitter, wie ich es noch nie erlebt oder gesehen hatte.
Es regnete ohne Unterbrechung und das so extrem das es zur Tür etwas, durch die selbstgebaute Leiter, reintropfte. Die ganze Nacht war mit Blitzen und Donner erfüllt und die Blitze gingen alle 20 Sekunden los, alle 2 min gab es einen so starken Rums durch den Donner das sogar der Bus leicht vibrierte.
Bis um 2 Uhr Früh, als es langsam ruhiger wurde war ich wach und telefonierte mit Kanada, da der ja eine andere Zeitzone -4h hatte und es so nicht zu spät für ihn war.
Das war echt aufregend und vergess ich so schnell nicht mehr.
Jedenfalls bin ich dann nochmal nach Fort William, da ich auch Futter für Henry bestellt hatte und es zu bestellen sogar billiger ist, als in UK zu suchen und zu kaufen.
Ich fütter auch nur Markusmühle und das findet man sehr schlecht hier.
Futter war dann endlich auch da nur die Mitgliedskarte noch nicht. Konnte aber zum Glück den Durchschlag vom Antrag verwenden, um die Schlösser zu besichtigen.
In Schottland macht man das noch alles über Papierantrag, was schon recht lustig ist, wenn ich das moderne Deutschland sehe und dann doch nichts funktioniert.

Die berühmte Harry Potter Brücke, wo eigentlich Glenfinnan Fiauct heißt, musste ich auch unbedingt nochmal besuchen. Die ist nuja nur eine halbe Stunde von Fort William entfernt und deshalb nur ein Katzensprung für mich gewesen. Dort hatte ich allerdings 2 Tage lang auf ein schönes Foto warten müssen, denn die Brücke ist ja nicht nur das einzig besondere. Ein paar Mal am Tag fährt eine alte Dampflock darüber und mit der Kulisse im Hintergrund ist das ein muss, wenn man mal nach Schottland kommt.Nur sollte man mindestens eine halbe Stunde vorher kommen, bevor der Zug kommt. Das ist eine echt stark besuche Attraktion, egal bei welchem Wetter. Ich hab dann auch noch dort eine coole Familie aus Linz kennengelern, die selbst einen VW T4 hatten und mich mit ihnen über die Ausbauerei ausgetauscht, da sie wie ich den Inneneinbau selbst gemacht haben. Ich hab echt viel mitgenommenen und werde auch einiges nachbauen und die drei in der Schweiz besuchen, wenn ich wieder nach Deutschland fahre.

Danach ging es noch ein paar Tage an den Loch Lomond paddeln, wandern und einfach die Ruhe genießen.
An einem Tag kam so ein "Parkranger" der mich schon öfter wahrscheinlich gesehen hatte, als er vorbei fuhr und fragte ob ich nächstes Jahr auch wieder komme.
Ab nächstes Jahr muss man sich anmelden (www.lochlomond-trossachs.org/respect oder an den Hotels, Läden und Touristeninfos) und einen kleinen Obolus zahlen, wenn man an den kleinen Ecken dort campen will, da immer mehr kommen und alles vermüllen! Die Arbeit bleibt an den Leuten hängen. Und das finde ich auch eine sehr gute Idee und habe auch versprochen das in meinem Blog mit zu schreiben.Da ich schon einige Male an diesem Platz war und jedes Mal ist er von neuem vermüllt! Windeln, Badehosen, Instantgrille, kaputte Flaschen, die Wanderwege im Wald sind voll......en! Leute muss das sein, wenn man schon einen Wald hat und keine Toilette, dann bitte dort hin, wo keiner vorbei läuft! Genauso mit dem Müll, da wurden Familienfeiern gemacht am Abend von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe( kann das nicht schreiben, sonst bin ich Rassist) des öfteren, wie ich es gesehen und erlebt habe. Am nächsten Tag liegen die Essenreste und der Rest vom Grill noch dort am Wasser, wo sich andere gerne sonnen würden. Das erste Mal hab ich sogar noch den Müll aufgesammelt!
Das kostet ab nächstes Jahr 80£ Strafe und ich hoffe, das die die immer den Müll hinterlassen auch dann mal zur Kasse gebeten werden. Ich werd richtig wütend, wenn ich sowas immer sehe. Die Natur gibt uns so viel und die meisten achten es so! Der Mensch ist doch echt das traurigste Geschöpf auf diesem Planeten geworden!

So Schluss mit der Meckerei jetzt und weiter nach Glasgow, wo ich meinen Kumpel Daniel aus Deutschland abgeholt habe.
Der kam mich besuchen, um mit mir eine Tour meines Lieblingsgetränkes zu machen.......


PADDELN AUF DEM LOCH LOMOND


CORAL BEACH-SKYE


OLD MAN OF STORR-SKYE


NEISTPOINT-SKYE


DUNVEGAN CASTLE-SKYE


MEIN PLATZ AM LOCH LOMOND 


 VOLLMOND AM LOCH LOMOND


KINTYRE BEACH 

Mittwoch, 31. August 2016

UK - England

So jetzt bin ich schon wieder fast 3 Monate in UK unterwegs und noch nichts geschrieben. Wo fange ich da bloß an!?
Nachdem ganzen Stress und der Rennerei in Deutschland war ich schon etwas froh wieder in der "großen" Welt zu sein.
Unter viel Tränen ging es am 12.06. wieder los Richtung Frankreich/Luxemburg.
Kurz vor der Grenze machte ich noch Bekanntschaft mit einem netten Herren vom Europäischen Parlament, der mich zum Essen einlud, wenn ich Heimwärts über die Niederlande zurück fahre. Ich hoffe ich vergesse das nicht bis dahin.
Danach habe ich mir ein bisschen was von Luxemburg und Belgien im Schnelldurchlauf angeguckt, bevor es nach Dünkirchen(Frankreich) ging.
Dort bin ich auch überpünktlich angekommen und konnte nochmal so richtig schlafen, bevor es am nächsten Tag mit der Fähre nach Dover(England) ging.
Schon Tage davor hab ich mir den Kopf zerrissen über den Linksverkehr und kaum war ich angekommen ging es in Fleisch und Blut über. Mittlerweile hab ich mehr Angst zurück nach Deutschland zu müssen in den Schilderwald und der egoistischen Idiotenhölle von Autofahrern!

Aber egal ist ja noch lange Zeit bis dahin. In Dover mit 1h Zeitverschiebung (+1h = WEZ) angekommen stand ich erstmal 40min im zaehfliessendem Verkehr am Berg. Wo ich hinwollte wusste ich nicht, aber hatte da ja genug Zeit dafür.
Und da ich mir vorgenommen habe einige Orte aus der Filmreihe "Die Säulen der Erde" zu besuchen, war der erste Ort für mich Canterbury nördlich von Dover.
Eine sehr süße kleine Stadt mit Burg, alten Straßen und Cafes, die ich mir genauso vorgestellt habe.

Die Leute super lieb, offen und herzlich, wie alle immer sagen und sich viele Menschen in Deutschland ganz viel davon abgucken sollten, bevor sie früh das Haus verlassen!
Danach ging es an die Küste wo ich planlos drauf los gefahren bin. Dort auf der Suche gestaltete es sich recht schwer etwas zu finden.
Der öffentliche Car Park mit altem Parkautomat nahm keine Visa und ich hatte noch keine Pfund, also ging es erstmal durch den Ort auf der Suche nach einer Wechselstube, die natürlich schon geschlossen hatte.
Zu meinem Glück traf ich auf einem älteren Herren, der mir etwas Geld Privat wechselte und einen Stellplatz auf dem öffentlichen Parkplatz vor seinem Haus anbot, der nichts kostete.
Er sah aus wie ein alter Rocker mit Lederweste. Er hat 15 oder 16 Kinder von x Frauen und der jüngste mit 9 lebt bei ihm. Super erzogner und schlauer Junge.
Hut ab, wenn ich mir da die meiste Jugend in Deutschland zum Vergleich ziehe.
Ricky, so ist sein Name, zeigte mir Abends den Platz wo alle mit Hunden und Kinder zum spielen hingehen.
Einen tollen Ort haben sie und für die Jugend wird in England auch mehr gemacht, als in Deutschland.
Klar haben viele PlayStation, aber dennoch sind die meisten draußen und machen dort was mit Freunden.

Am nächsten Tag ging es der Küste weiter entlang bis ich in Chichester eine schöne Ecke gefunden habe und blieb dort auch das ganze Wochenende stehen.
Ein Engländer bat mir sogar an meinen Bus auf seinem Grundstück parken zu können, da er am Wochenende eh nicht da sei und schenkte mir noch eine Flasche Wein.
Ich geniesse jede Minute mit diesen, meist super netten Menschen hier und fühle mich dadurch hier wohler als in Deutschland.
Sonntag Nachmittag ging es durch einige Orte über Brighton nach Winchester Castle, wo ich eine Tschechin kennenlernte, die dort für die Sicherheit zuständig war.
Ich habe einen kompletten Kontrollgang mit ihr über das gesamte Gelände gemacht und viel mehr gesehen, als zuerst entdeckt.

Über Nacht blieb ich direkt neben den hohen Schlossmauern in der schmalen Einbahnstraße stehen, als ich am nächsten Morgen kurz nach 6 von einem lauten Knall geweckt wurde. Ein anderes Auto war an meins gefahren, aber ohne zu stoppen weiter gefahren, ich stand im Bett und wollte schon in Unterwaesche hinterher rennen!
Angezogen bin ich erstmal um mein Auto gelaufen und habe keine Schäden an meinem Auto gefunden, nur ein Stück Plastik von einem Blinker auf der Straße.
Das Karma holt sich alles und jeden....manche gleich, manche später.
Danach bin ich nach Sallysbury gefahren wo die Kathedrale steht in der es in dem Film ging. Im Film wird sie als Kingsbridge Cathedral bezeichnet, aber sie steht nicht in Kingsbridge.
Wie alles im Film immer etwas geandert wird nur damit es spektakulärer wird.
Sie war wirklich sehr schön und groß, selbst die Wasserspeier sahen genauso aus. Davor war eine große Wiese mit übergroßen Kunstobjekten aus Draht.
In die Kirche hinein bin ich nicht, da Henry ja ein Anzugspunkt ist für die englischsprechende Bevölkerung und sich noch nicht ganz beherrschen kann, wenn er alleine warten muss.

Der Tag war schön und ich fuhr schon Richtung Stonehenge, wo es ja die berühmte Sonnenwende gab. Auf dem Weg dort hin gabelte ich 3 Engländer auf, die per Anhalter auch dort hin wollten. Das es ein mega Event ist und eines Festivals gleicht, wurde mir erst dort bewusst. Es gab eine fast 2 Meilen lange Schlange und überall Polizei und Leute die die Autos einwiesen. Es war so was von voll  und die Leute kamen zum Teil in sehr verrückten Outfits und waren auch sehr esoterisch drauf.
Am "Parkplatz" angekommen wurde erstmal was getrunken mit den Jungs. Sab, Hugo und Mitch. Zu allem Glück was ich hatte war auch noch Blutmond und das war bei der Kulisse echt der Hammer! Der Weg bis zu den Steinen war nochmal eine gefühlte Meile zu Fuß. Es war aber für alles gesorgt. Fressbuden ohne Ende und Toiletten.

An den Steinen angekommen gab es eine urig, esoterische Musik. Die Leute hatten Trommeln, Gitarren, Hörner, Rasseln und alles mögliche dabei, womit sie Musik machten.
Es war fantastisch und ich kann das echt jedem nur empfehlen. Ich bin dann mal ohne die Jungs rum gelaufen und über einen Kanadier "gestolpert" mit dem ich mich ewig unterhalten hatte und völlig die Zeit vergaß. Er war mit der Kanadischen Armee gerade zum Traning in Blackwood stationiert und kam an dem Abend mit seinen Kameraden zu dem Ereignis. Als ich dann wieder nach den Engländern schauen wollte, da die ihre Sachen noch bei mir im Auto hatten, habe ich die nicht mehr gefunden und bin zurück zu Zachary dem Kanadier und habe nogabelt weitere Ewigkeit mit ihm geredet.
Zwei von den Engländern fand ich dann vor meinem Auto und der dritte kam dann irgendwann mal angelaufen.
Der Sonnenaufgang und das eigentliche Highlight ging ganz schnell und war mit der leichten Bewölkung sehr sehr schön.

Keine Minute geschlafen ging es nach Bournemouth mit den Engländern. Bei Mitch konnte ich mich mal duschen und dann ging es zu Hugo Grillabend.
War auch sehr lustig und wieder neue Leute getroffen.

Am nächsten Tag traf ich mich in Bath mit Zachary und bin mit ihm durch diese urige Stadt gelaufen. Die Stadt ist auch durch das alte Badehaus "Romans Bath" sehr bekannt.
Die Parks mit ihren ewigen Grünen Wiesen, tollen Blicken und vielen alten Kunstobjekten waren ein Traum.

Am nächsten Tag brachte ich ihn zum Bahnhof, da er wieder in der Kasserne musste. Ich fuhr dann erstmal weiter nach Cornwall, da das gerade auf der Strecke lag und guckte mich dort in den herrlichen Ecken um. Es ist echt ein ruhiger Fleck Erde und die Leute haben alle ihre Ruhe, wunderschöne Strände und öfter schönes Wetter.

Da mich die Sehnsucht plagte bin ich nochmal nach Blackwood hab Zac eingepackt und bin mit ihm über Nacht nach Windsor zum Castle gefahren. Es war zwar schon lange zu, aber trotzdem wunderschön auch im Dunkeln. In einem Pub tranken wir noch was und liefen quer durch die Stadt. Geschlafen wurde auch in der Nacht wieder nichts, da er auch kurz nach 5 an der Kasserne sein musste, für den Rückflug nach Kanada.

Ich bin am nächsten Tag nach London, was ich anfangs nicht geplant hatte. Aber einmal in der Nähe kann man mal rein und der Verkehrt hatte dann auch recht gut geklappt.
Zu meinem Erstaunen war es echt einfach in dieser großen Stadt zu fahren. Ich habe alle wichtigen Sachen abgefahren, bin aber nicht rein, da man so schlecht einen Parkplatz bekommt. Was ich nicht wusste und auch erst 6 Wochen später kam, dass man eine Maut in der Stadt zahlen muss. 12 £ pro Tag, was man online bis zu 2 Tage später noch zahlen kann oder man bekommt eine nette Verwarnung von 80€.

Danach ging es nach Oxford, die Universitätsstadt überhaupt mit. Dort besuchte ich das Oxford Castle unlocked mit einer sehr tollen Führung von einem jungen Mann in altem Kostüm. Es ist zwar noch schwierig alles zu verstehen, aber das Castle war auch eines der wichtigen mit, um denen es in dem Film "Die Säulen der Erde" ging.
Ich fuhr dann nur noch ein bisschen durch die Stadt und habe mir das reichere Bürgerleben angeschaut.

Wales lag auf dem Weg, dashalb was das das nächste Ziel. Dort besuchte ich in Südwales ein altes Haus was in die Klippen gebaut wurde und aus einem Raum bestand.
Es wurde gut gepflegt und hatte sogar ein Dach. Man kam über ewig viele Stufen zwischen Klippen, durch das Haus hindurch fast bis ans Meer.
Es war sehr herrlich und einen Besuch mehr als Wert.
Da ich nächstes Jahr den Tough Guy in Wolverhampton mitmachen will, den meine Freunde schon des öfteren gemacht haben, bin ich dort hin um mich persönlich anzumelden und die Strecke gleich mal unter Augenschein zu nehmen.
Wahnsinn was die dort alles aufgebaut haben über die Jahre! Ich freu mich jetzt schon auf Januar!

Weiter über Manchester, wo ich nur das Stadion angeguckt habe, über Castlerig zu dem Steinkreis dort und Muncaster Castle ging es geradewegs nach Schottland.
Hatte mir etwas in den Kopf gesetzt und das musste eingehalten werden............

STONEHENGE SUMMER SOLSTICE 


CORNWALL


CASTLERIG STONECIRCLE


WINDSOR MIT ZACHARY



BOURNEMOUTH BEACH



Samstag, 11. Juni 2016

Spanien/ Andorra / Frankreich im Schnelldurchlauf

In Antequerra angekommen machte ich noch eine kurze Bergtour und ging dann gleich in den Lobopark zu Daniel und seinen Helfern.
Obwohl er immer sehr viel zutun hatte, nahm er sich Zeit fuer mich. Er lernte mir viel ueber die Woelfe und seine Hunde. Besonders Willy sein Rottweiler hat es mir "angetan". Der mochte es gar nicht, wenn Daniel jemand in der Naehe hatte. Einen blauen Hintern hatte ich zum Schluss nur und nichts schlimmeres :D
Leider muster ich auch etwas schlimmes erleben bei meinem Besuch dort.
An einem Abend meinte Daniel das es Frieda (einer Huendin die er zur Pflege hatte) nicht so gut ging und mittlerweile nur noch im Gehege lag.
Wir trugen Sie zusammen rein, wo sie sich schon nicht mehr wehrte.
Er versuchte sie mit ein paar selbstgemachten Mitteln wieder fit zu bekommen, aber ihr Zustand wurde leider immer schlimmer. Innerlich wusste ich das sie sterben wird. Auch wenn ich noch nicht so lange Krankenschwester bin, ich habe schon einen Blick dafuer entwickelt und bei ihr war es so. Sie war erst 9 Jahre. Eigentlich noch kein Alter fuer einen Schaeferhund. Daniel rief dann den Tierarzt, da alles wie eine Magendrehung aussah. Der konnte aber keine feststellen und gab ihr ein Krampfloesendes Magenmittel was ich 1h spaeter nochmal spritzen musste.
Da es immernoch nicht besser wurde musste er nochmal kommen und dann ging alles ganz schnell. Sie hatte schon Schnappatmung und er zog auch gleich eine Spritze mit blauer Fluessigkeit auf, aber er musste es gar nicht mehr spritzen, da sie in dem selben Moment ganz aufgehoert hat zu atmen.
Es war sehr schlimm und erinnerte mich an die endlosen ueberfahrenen Hunde in Marokko, die ueberall einfach so tod rumlagen.
Am naechsten Morgen musste Daniel auch noch den Besitzern die schlechte Nachricht mitteilen, wo ich echt nicht in seiner Haut stecken wollte. Er konnte ja nichts dafuer, das ist der Lauf der Natur, nur solch eine Nachricht will keiner bekommen.
Spaeter half ich noch Frieda zu "verstauen" , da nicht bekannt war was die Besitzer mit ihr machen wollen oder ob Daniel sie beerdigen soll. Da die beiden in Deutschland zu besuch waren gab es dafuer nur eine Moeglichkeit. Eine alte Tiefkuehltruhe.
Ich fuehlte mivh wie im TV, wenn jemand eine Leiche in der Kuehltruhe versteckt.
Ich half noch eine Zeit auf der Farm und musste am naechsten Tag auch wieder weiter, da Ellen ihren Geburtstag feiert und ich helfen wollte.
So gesagt so getan und es ging dann wieder weiter in den Norden von Spanien, wo es immerzu geregnet hatte. Waesche machen wurde zur Qual. 30min Sonne - Waesche raus, 1h Regen - Waesche rein. So vergeht auch die Zeit .
Achja und die kleine Emelie musste ich leider in Spanien lassen, da die Einreise mit solchen "Kampfhunden" verboten ist und ich sie somit auch nicht nach Deutschland vermitteln konnte. Sie ist aber in einer tollen englischen Familie in Spanien untergekommen. 
Nach einer Woche voll SonnenRegenMisch fuhr ich ueber die Mitte Spaniens nach Andorra, wo mir eine atemberaubende Landschaft begegnete. Teilweise erinnerte es mich dort an Svalbard/ Norwegen mit den auf Paletten parkenden Motorschlitten fuer den Winter und den steinigen, pflanzenlosen Berghaengen.
Alkohol und Zigaretten gab es dort sehr guenstig, was ich auch in Mengen gekauft habe.  Am besten ist das in der Aprilzeit, da wird am Zoll nicht gross kontrolliert.
Aus Andorra raus, zwischen die Alpen durch ging es direkt nach Frankreich auf wunderschoenen Feldwegen und Nebenstrassen.
Die Provinz von Frankreich ist ein wirklicher Traum und kann ich nur empfehlen.
Nur teurer ist es in Frankreich. Andorra 1L Diesel 0,80 Euro, Frankreich 1,10 Euro.
Nach 3 Tagen in Frankreich kam ich in Deutschland an und sah schon das Schild Umweltzone! Ich natuerlich keine gruene Plakette. Als ich dann die Kraftwerke mit ihren ueber 10m hohen Qualm sah, dachte ich mir nur noch Arschlecken. Das ist Deutschland, das Land der Widersprueche! Ich besuchte dann erstmal Juergen, mein Berber in der Not. Nach einem leckeren Abendessen und einen schoenen und ruhigen Nacht in der Natur ging es am naechsten Tag nach Esslingen, wo ich einen teil meiner Kindheit, bei der Schwester meiner Oma verbracht hatte, die leider schon vor vielen Jahren gestorben ist.
Es ist verrueckt alte Orte zu sehen und noch genau zu wissen wo was ist. Und wie es der Zufall wollte, habe ich sogar noch eine alte Bekannte getroffen. Nach kurzem erzaehlen wusste sie sofort wer ich war und erzaehlte mir dann erstmal ein paar Sachen von Frueher, wo ich nicht mal mehr wusste.
Nach einem Spaziergang in den Schrebergaerten machte ich mich auf nach Hause, nach Sonneberg. Durch die ewigen Baustellen bin ich recht spaet dort angekommen.
Umso groesser war die Freude alle wieder sehen zu koennen.
Die Hunde waren wie verrueckt alle zusammen und sind kaum auseinander gekommen vor spielen.
Die Tage wurden zu Wochen und die Zeit verging wie im Flug.
Es gab so viel zu tun und machen. Der Bus wurde neu umgebaut. Eine neue Kupplung und Reifen habe ich ihm spendiert und viele andere Kleine Sachen. Innen wurde fleissig umgebaut und ein Fenster hab ich jetzt auch. Aber ohne die Firma Juergen Baetz haette ich die ganze Arbeit nie so schnell fertig bekommen. Danke auch fuer die vielen Materialien und Kompetenz! Vielen Dank an die Firma Conrad fuer die schoene Heckleiter und an die Firma Viweg mit der Unterstuetzung fuer einen neuen Dachtraeger.
Ein bisschen gearbeitet habe ich auch wieder. Mal gemalert, mal Bratwurst verkauft, mal Getraenke order Essen verkauft. Es war sehr schoen und hat mir viel Spass gemacht. Danke an den Getraenke Stadl und alle die dazu gehoeren.
Vielen Dank auch an das Tattostudio Farbklecks fuer die klasse Arbeit an meinem Koerper, besonders die an den Fusssohlen :D
Ich danke allen Freunden die sich Zeit fuer mich genommen haben und viel Geduld mit mir hatten, allen die mir geholfen haben mit meinen verrueckten Ideen.
Den groessten Dank habe ich an meine Familie, die es ja am schwersten mit mir hatte und mir immer geholfen hat und es auch immer tut.
Meiner Mutter fuer die grosse Unterstuetzung mit allen kleinen und grossen Dingen.
Meiner Schwester fuer die tolle 2. Batterie, die ich jetzt im Auto habe.
Meinem Papa fuer seine Hilfe beim Umbau und Ratschlaege.
Meiner Oma fuer das leckere Essen immer und die Unterstuetzung.
Ich freue mich jetzt schon darauf sie naechstes Jahr wieder zu nerven und zu stressen, denn ruhiger geworden bin ich nicht, was viele gehofft hatten :D
Mittelerweile ist alles fertig, die Faehre 2x umgebucht und ich in den Startloechern nach Duenkirchen.
Heute gehts noch nach Trier, morgen Luxemburg und Dienstag durch Belgien nach Frankreich, wo ich Mittwoch Frueh nach England uebersetze.
Bilder kommen bald noch, denn die Technik wurde mittlerweile auch auf den neusten Stand gebracht.
Wenn ihr nicht warten koennt, dann besucht meine Seite
Erna's little trip of life/Facebook.com und seht euch die letzten Tage auf meiner Tour an. Ein Video von meinem Deutschlandaufenthalt wird es auch bald geben. 


https://youtu.be/0vjM72MsOlU 

Dienstag, 15. März 2016

Portugal 3/16

Nach den vielen Erlebnissen in Andalusien, beschloss ich mir noch ein paar Tage den Sueden von Portugal anzusehen.
Bei meiner Reise nach Spanien bin ich in sehr kurzen Zeit durch Portugal gefahren und hab nicht mehr mitbekommen als die Flora und Fauna.
Mein Navi/GPS Tracker hatte mich auch super verarscht und ich bin statt einer Stunde 5 Stunden nach Portugal gefahren. Als ich dann endlich am Abend mehr als genervt ankam, schaute ich mir erstmal die letzte Ecke von Portugal mit Leuchtturm an. Cap de Vicente heisst die Ecke. Kurz nach der Stadt Sagres.
Eine sehr schoene Ecke, aber wieder alles mit Touristen ueberfuellt.
Ein paar Staende gibts davor mit echt tollen Schafwollprodukten aus Portugal und ringsherum fuer ein paar Kilometer nur Naturpark mit kniehochen Bueschen. Strand ist nicht, da gibt's nur metertiefe Steilklippen.
Die Nacht verbrachte ich auf einem grossen Parkplatz, vor einem Museum mit vielen anderen Reisenden.
Am naechsten Tag versuchte ich Baranco Beach zu finden, wo ich Alessandra und Jan treffen wollte. Den Strand zu finden war ein Abenteuer und hab ihn auch 2 Tage lang gesucht! Da es keine Schilder gab und ich meinen Navi nicht mehr traute, fragte ich eine aeltere Englaenderin nach dem Weg und es War wirklich der Schotterweg den mein Navi mir gezeigt hatte! Ewig langer Rumpelweg dahin und alles voll mit Hippie bussen am Ende davon... Die Leute dort waren alle sehr locker und machten sich keinen Stress im Leben. Man lebt ja schliesslich auxh nur einmal und wer sich legal versklaven laesst ist selbst dran Schuld und hat sein Leben auch so gewollt. Es waren nicht nur junge Leute da, auch Familien mit kleinen Kindern.
Die Hunde liefen alle frei rum und alle hatten ihren Spass.
Am Ende vom Parkplatz war ein grosser Stein auf den man seine Sachen legen konnte, die man nicht mehr braucht und die sich andere dann einfach nehmen konnten. Essen, Kleidung, Hundnaepfe, Spielsachen,... Alles moegliche lag da drauf. Eine schoene Geste des Gebens und Nehmens.
Mit Jan einem Deutschen, der aber seit 12 Jahren auch schon durch die Welt reist, bin ich Abends noch auf den Berg geaendert, um vom Sonnenuntergang ein paar tolle Bilder zu bekommen.
Wenig spaeter kam Alessandra mit ihrem Couchsurfer Patrick aus Deutschland am Strand an.
Die beiden wollten ein paar Tage spaeter eine Tour 40km weiter machen und da ich nie lange an einem Ort bin habe ich mich ihnen angeschlossen.
Zwei Tage Sind wir an den Kuesten Südportugals entlang gewandert, Quatsch gemacht, gelacht und gut gegessen :)
Dann ging es nach Faro zum Sushibuffet und am naechsten Morgen in ein kleines indisches Geschaeft ein paar Tuecher kaufen.
Da ich langsam wieder Richtung Spanien musste verabschiedete ich mich und fuhr diesesmal nur 1h zurück :D
Da ich nochmal im Lobo Park vorbei schauen wollte, fuhr ich den Tag durch bis in die Nacht nach Antequera auf die andere Seite Spaniens, wo der Park ist.

Hier wieder ein Video zu den schoen Buchten, Kuesten, Straenden und besonders den vielen Quatsch den wir getrieben hatten :D
Wen ihr auch das Problem habt und den Strand nicht findet, nicht aufgeben oder mir einfach schreiben ;P



Montag, 29. Februar 2016

Zurueck in Spanien

Nachdem ich mich ein paar Tage wieder in der "Normalitaet" eingelebt hatte, konnte ich erstmal das viele Erlebte verdauen.

Da ich natuerlich alles Unglueck anziehe, habe ich mir den Fuss beim kochen mit heissem Oel verbrannt und 2 Tage davor haben mir die Hunde mit ihrer Doppelleine die Beine geschmueckt.
Also 1 Woche nicht ins Wasser.
Das war nicht das schlimmste. Die verbrannte Wunde entzuendete sich auch noch so sehr bis ich kaum noch laufen konnte.
Das ich Krankenschwester bin vergessen, die die es wissen bitte :D
Aber meine Oma sagte schon immer als ich klein war: "Pinkel drauf, dann heilts schneller".
Das hab ich auch da getan und siehe die Entzuendung ging nach 2 Tagen weg!

In der Zeit,  in der ich so tatenlos war konnte ich ja leider nicht viel machen und kaufte erstmal ein Kajak ueber die spanischen Kleinanzeigen (milanuncios.com)
War nur 1h weg. So gesagt so getan.
Ein paar Tage drauf hab ich es natuerlich getestet und fuer recht gut befunden. Auf dem Meer recht anstrengend, aber einem Fluss runter machts bestimmt noch mehr Spass.
Am besten macht sich sowas bei Vollmond, der geht dann direkt am Meereshorizont auf und wenn man da im Kayak auf dem ruhigen Wasser treibt und das von so einer Position beobachten kann ist es einfach nur.... Ohne Worte!

Meine Bekannte aus Denia kam auch ein paar Tage nach Tarifa zu Besuch.
Mit ihr bin ich dann wieder kleinere Touren gegangen.
Wir waren in der Naehe von Algeciras tausende Jahre alte Felsbemalungen angucken. Natuerlich mit Guide. Ein Tourist wuerde sowas niemals finden. Was auch gut ist. Gibt viele Idioten, die sich da ein Stueck raus schlagen wollen und auch schon gemacht haben!
Es war gigantisch und ein paar Meter weiter zeigte uns der Guid alte Grabstaetten, die natuerlich leer waren, weil der Mensch ja nichts so lassen kann wie es ist.
Es War toll. Wir legten uns in die mit Hand gemeiselten Loecher.

3 Tage darauf fuhren wir in der Naehe von Málaga nach Ardales und wanderten den Camino del Rey entlang.
Mit viel Glück und ihrem guten Spanisch konnte Ellen zwei Freikarten ergattern. Der Weg ist sonst ueber Monate ausgebucht.
Er ging durch eine wahnsinns schoene Schlucht, die ein Naturpark war und man konnte Geier sehen entlang des 7,7 km langen Wanderpfades. Der wurde uebrigens vor einiger Zeit neu gemacht, da es schon Tote gab.
Die Schlucht ging ueber 100m tief runter und ueber 100 m ging es genauso nochmal nach oben.
Mit unseren Helmen, die wir am Anfang bekommen haben, waren wir bestens ausgeruestet und konnten uns immer schoen auslachen.
Zum Schluss kam noch eine Metallbruecke die lustig mit dem Wind schwankte.
Ein echt tolles Erlebnis!

Am naechsten Tag ging es in ein Hoehlenlabyrith das vor tausenden Jahren von den Ureinwohnern genutzt wurde. Einfach im Touristenbuero Ardales melden, denn da ist das Museum zum Berg mit den vielen Hoehlen.
Es gab jede Menge Stalactieten( von der Decke nach unten) und Stalalagmieten(vom Boden von oben) und es war sehr Interessant ueber die Entstehung der Hoehlen und die Nutzung der Menschen mehr zu erfahren.
Auch in diesen Hoehlen gab es wieder sehr alte und verschiedene Zeichnungen, die auf unterschiedliche Epochen der Nutzung hinwiesen.
Bilder durften wir leider nicht machen.

Da wir ja nie genug bekommen, haben wir noch am Nachmittag eine Fuehrung durch den Lobo Park direkt in der Naehe gemacht.
Der wird von einem Deutschen geleitet und der hat auch richtig was aufm Kasten mit Hunden, denn die trainiert er auch noch, wenn Leute Probleme haben.
Woelfe haben sie einen aus Alaska und Kanada zusammen in einem Gehege. 5 Nordeuropaeische und noch viel mehr spanische, die die lautestesten und wildesten waren, so wie ihre Bevoelkerung hier.

Mit dem Park wollen sie den Menschen zeigen, wie ungefaehrlich ein Wolf ist.
Ein Wolfe wuerde nie einen Menschen angreifen. Ganz im Gegenteil, er rennt weg. Die Tiere sind sehr sehr scheu!
Daniel der Besitzer und Leiter dieser Farm hat schon einige mit der Hand aufgezogen, zu denen kann er ins Gehege rein und kuschelt als waere es ein Haushund. Die Woelfe akzeptieten ihn, aber er spielt keine Rolle in der Rangordnung.
Das typische Jauuuuuuu der Woelfe hat mir in vielen Momenten Gaensehaut gezaubert.
Es ist toll mit diesen Tieren zusammen zu sein und von ihnen lernen zu koennen.
Er hat seit 14 Jahren keinen Urlaub gemacht und gehabt. Er lebt fuer diese Tiere und vor solchen Menschen habe ich echt noch Respekt und eine hohe Achtung!

Am naechsten Tag bekam ich kostenlose Trainingsstunden fuer mich und meine zwei Problemkinder Henry und Emelie. Ich lernte viel von ihm ueber das natuerliche Verhalten und merkte erstmal was ich immer falsch gemacht habe.

Diesen Park zu besuchen lohnt sich echt.
Sie haben nicht nur die Wolfe, sondern auch 2 Scheine, Ziegen, Schafe, Huehner, Hunde und 1 Muli names Horst.
Die Tiere sind alle gerettet wurden und von der Farm aufgenommen.
Der Eintritt ist zwar etwas teuer mit 11€, aber durch nichts anderes koennen sie den Park finanzieren. Spenden, wie in Deutschland gibt es nicht nur eine kleine Spendenbox.

Im Anschluss wieder eine Videozusammenfassung mit allem Erlebten.

Bei Fragen gerne schreiben auf:
Ernaslittletripoflife@gmail.com

Erna's little trip of life - Back to Spain

Sonntag, 28. Februar 2016

Die letzten Tage in Marokko alleine auf Tour

Natuerlich bin ich dann alleine weiter, denn meine deutschen Begleiter muessen ja wieder arbeiten. Das was alle deutschen am besten koennen und das wirkliche Leben dabei leider vergessen.

Entlang der Algerischen Grenze konnte ich ein paar interessante Beobachtungen machen. Grosse Bagger,  die einen Erdwall als Grenze auftuermten und alle 500m einen Wachposten bzw Wachtürme an einigen Stellen. Die Grenzen werden dicht gemacht. Und es ist eines der sichersten Gegenden an der Grenze. Zwar sehr monoton, aber ruhig und eine Edylle fuer alle die Das Stadtleben satt haben. Keine Wohnmobile weit und breit. Kein Muell.

Ich startete auf der N10 im Sueden fuhr ein paar kleine Staedte ab und konnte noch etwas marokkanische Handwerkskunst ergattern.

Auch war genau in dieser Zeit noch Vollmond und ich hatte einen richtig tollen Schlafplatz gefunden zwischen Palmen. Zwar in Dorfnaehe, aber in der Nacht hatte ich erstmal meine Ruhe.

Doch am naechsten Morgen hatte ich schon zwei junge Beobachter. Einen Jungen und ein kleines Maedchen, vermutlich Geschwister. Sie beobachteten mich beim Haare waschen und zusammen packen. Vor meinen Hunden hatten Sie doch etwas Respekt.

Das kleine Maedchen hielt was in der Hand und wollte es mir geben. Ich lehnte ab. Der grosse Bruder bestand darauf. Ich nahm es an und merkte erst viel spaeter was sie mir eigentlich geschenkt hatte. Im ersten Moment sah es fuer mich aus wie eine Bastelerei, doch es War Kunst. Ich weiss nicht wieviel Zeit sie damit verbracht hat, aber ich haette nie die Geduld dazu, jetzt wo ich schon Zeit habe. Sie hat es aus Schilfpflanzen gebastelt und es ist nicht groesser als meine Hand. 
Wie jeden Tag besorge ich frisches Fladenbrot, was einfach goettlich in Marokko schmeckt. 1 DH =10 Cent für ein Brot. Und die Laeden haben von Montag bis Sonntag auf, da es die einzige Einnahmequelle der Leute oft ist und Sie darauf sehr angewiesen sind. Viele Laeden stehen an den Strassen, einfach und direkt erreichbar.  Wasser ist immer teurer. 5L Kosten 12 DH =1,20 Euro. In Spanien bezahlt man fuer 8L Kanister 78 Cent. 
Aber ich habe das Wasser aus der Leitung genauso genutzt und lebe noch. Und jeder ist dort super nett und fuellt einem die Kanister mit Wasser voll. Meistens hab ich an Tankstellen oder beim Militaer angehalten und gefragt. 

Weiter gings auf der N17 Richtung Norden nach Guenfouda.  Ich blieb einige Kilometer vor der Stadt stehen im Outback und genoss die Ruhe fuer ganze zwei Tage.  Endlich Zeit zum Waesche machen. 

Ein Baum weit und breit, der musste herhalten zum Waesche aufhaengen. Es war ein Traum und das wonach ich gesucht habe. 
Mit meinem kleinen Miniofen von den Berbern, blieb ich noch die halbe Nacht wach und hatte es schoen warm.  Kann ich echt jedem nur empfehlen sich so einen kleinen Ofen zuzulegen.  Er braucht nicht mehr als ein paar kleine Aeste, die ich tagsueber in meinem Korb gesammelt habe, aber Kohle geht natuerlich genauso, um Wasser fuer Tee und Essen heiss zu machen. Hier eine kleine Suchhilfe, was auch super funktioniert und noch einfacher im Transport ist. 

Preis: 39,95 EUR

Als die Waesche trocken war und ich genug Ruhe getankt hatte,  fuhr ich in den Norden ans Meer nach Saidia. Ich liebe das Meer und Sandstrand. Am Nachmittag dort angekommen und erstmal von der Fahrerei runter gekommen.  Da ich ja noch Reisetagebuch schreibe und das schon einige Tage nicht mehr getan habe, musste noch einiges nachgeholt werden. 

Am Abend klopfte es plötzlich an der Tuer und ein junger Mann vom Militaer fragte ob ich hier schlafen will und alleine bin. Er wollte meinen Pass zum Registrierung haben, da ich eh zwei Naechte bleiben wollte, war es mir egal und gab ihn hin.  Englisch kann kaum einer in Marokko, alle sprechen nur französisch, da es mal französische Kolonie war und ich nie gelernt habe.  Der Typ vom Militaer konnte es, zwar nicht gut, aber zum smalltalk reichte es. 
Am naechsten Tag kam er Mittag nach seiner Schicht wieder. Die Marokkaner/innen sind zwar alle sehr lieb und nett, aber merken es nicht, wenn sie nerven und das tun sie oft.  Er erzählte mir viel und lang. Irgendwann konnte ich ihn mit einen "freundlichen Rausschmiss" weg bekommen.  30 min spaeter stand er mit einer Schildkroete wieder vor meinem Auto. 

Ein Geschenk meinte er und wollte einen Kyss dafuer! Ich hatte ihn schon davor erzählt das ich einen Freund habe (muss man immer sagen und am besten Ring tragen, was die noch mehr verwirrt, wenn man alleine reist) ihn war das aber egal. Ist doch nur ein Kuss und macht doch gar nichts.  Ich haette mit oder ohne Freund keine Kuesse verteilt und mit der mangelnden Mund/Zahnhygiene erst recht nicht. Man kann das ja selbst mal ån sich testen, wie die Zaehne nach nur 2 Tagen aussehen. Er hatte bestimmt schon eine Woche nicht mehr geputzt. Ich schmunzel noch heute darueber obwohl ich seit fast 1 Monat zurueck in Spanien bin. 

Ich finde nur leider nicht nur die fehlende Hygiene schlimm, nein auch das sie ihre Frauen(die null Rechte haben in diesem Land) zu Hause unter Tuechern verstecken und dann ueberall flirten. 

Die Schildkroete habe ich natuerlich unauffaellig frei gelassen. 50.000€ oder sogar Haftstrafe, wenn man damit am Zoll erwischt wird! Die Tiere stehen unter Naturschutz und werden immer weniger. 

Die Zeit ging trotz nervigen Militaer schnell Rum und ich fuhr weiter Richtung Nador, an der Grenze zu Melilla nach Tibouda. Eine katastrophale Strasse und sie endete an einem Leutturm.  Ich wollte die Nacht ueber dort bleiben, aber leider kamen wieder einige Marokkaner und ich hatte auch von dem vielen Muell ueberall um mich herum, sowie mit der Naturtoilette der Marokkaner, die sich ueberall be fand, die Nase gestrichen voll. Meine Hunde Sind noch in der Phase in der sie in Muell wuehlen, ihn mitbringen und Kacke essen. Die Hunde hatte ich in Marokko zu 90% nur an der Leine und wuerde es auch jedem empfehlen, der mit Hund das Land besuchen will. 

Marokko ist ein sehr sehr dreckiges Land. Nicht ueberall, aber ueberwiegend fuer nur normale Autos zugaengliche Wege.  Es War schon stockdunkel und ich musste wieder diese eklige Strasse zurueck. Selbst die Fahrt durch den Atlas war angenehmer.  Ich fuehlte mich,  wie auf der Flucht vor den nervigen Marokkanern und bog bei einer unbeobachteten Moeglichkeit einfach mit Karacho in den Wald ab, Licht aus, Motor aus, Gute Nacht. 

Aber da es ziehmlich an der Strasse war, hatte mich schon wieder einer entdeckt mitten in der Nacht um halb 2 und leuchtete ins Auto. Henry sofort wach und rastete aus, was fuer Angst sorgte und wir unsere Ruhe hatten, da der Typ sehr schnell weg war.  Nur lag ich durch das bellen wieder eine Stunde wach. 

Am naechsten Morgen fuhr ich los Richtung Fes und suchte mir einen Campingplatz, um mal wieder in Ruhe zu schlafen.  Mein Platz an der algerischen Grenze fehlte mir sehr! 
Am spaeten Nachmittag auf dem Campingplatz angekommen (das 1. Mal seit ich unterwegs bin und sowas freiwillig nutze) stellte ich mit entsetzten fest wie teuer und dreckig der Platz war. Camping International nannte sich die ganze Geschichte noch und ich war der einzige Gast! 
Zum Geraete aufladen, Wasser auffuellen und mit der Familie Skypen hat es gereicht. 
Fruehs ging es gleich los in die Stadt in der ich nach 30 min genervt von den Schwarzen an jeder Ampel, bettelnd nach Geld, wieder raus fuhr. 

Als ich gerade in der Karte suchte hielt mich ein Typ an und wollte mir ein Hotel vermitteln, ich total genervt von den letzten nervigen Aktionen der Marokkaner winkte ab, doch er wollte mir helfen ein paar Sachen zu finden und ich wollte noch einiges kaufen an marokkanischen Besonderheiten. 

Er fuehrte mich durch Medina. Ein extrem verwinkelter Stadtteil, voller Gassen und Wege mit vielen tollen Laeden.  Ich lernte wie Leder und Felle gemacht werden. Was alles aus dem Leder gemacht wird und das ALLES mit Hand.  Es war verrueckt Was die Leute alles zusammen gezaubert haben und wie geschickt sie sind.  Ich kaufte mir ein Schaffell in mein Bett und es ist ein Traum wie warm es ist in kalten Naechten, auch wenn man nur mit Decke schlaeft.  300DH=30€ hatte mich ein super Fell gekostet. Denke in Deutschland bekommt man das nicht so billig.  Ich kaufe Gewuerze, die alle per Hand gemacht wurden und lernte viel ueber Gewuerze und ihre Wirkungen nicht nur zum kochen. Auch die Geschichte des Arganoel, was ich am beststen fand. 

Es wurde langsam Abend und wir tranken noch einen Tee, ich verabschiedete mich und fuhr los auf der Suche nach einem Schlafplatz. 

Leider fand ich nicht viel mehr als eine Tankstelle und war richtig kaputt von dem vielen Laufen durch die Stadt und ihren vielen Eindruecken. Ich empfehle jeden Medina zu besuchen, obwohl Altmedina besser ist als das Neue. Am naechsten Morgen fuhr ich wieder Richtung Norden der N13 nach Chefchaoen und bog auf eine kleinere Landstrasse ab. Ich wurde mit den schoensten Aussichten belohnt, die dieses Tal bot! Entlang der P4105 gab es herrlich hohe Berge, tiefe Taeler und Haeuser dazwischen wo ich die Menschen bewunder im der nasskalten Gegend so zu ueberleben und all die Sachen so weit schleppen zu muessen. 

Die Leute haben dort zwar alle Maultiere, die alles tragen, aber einfach ist das trotzdem nicht an solchen Steilhaengen.  In Tanger Med angekommen, schief ich die Nacht am Port und nutze noch etwas mein guenstig erworbenes Wlan aus. Freuh fuhr ich gleich mit der ersten Faehre zurück nach Spanien.  Davor musste ich erstmal durch die Kontrolle und durch den "Airscann".  Hunde und ich mussten austeigen, dann wurden gleich 4 Autos mit einmal gescannt. 

Die Ueberfahrt sollte 8 Uhr sein ging aber wie bei der Herfahrt erst 2,5h spaeter los. An dem Tag war starker Seegang und schlechtes Wetter/Sicht dazu.  Ich hatte meinen Spass dabei, als die Stuehle sammt Leute durch den Raum rutschten, aber die meisten Leute nicht so und vetsteckten sich ueber Ihren Brechtueten oder im Klo.  Auch der Duty-free Shop hatte mit den staendig aus den Regalen fallenden Waren Probleme. 

Zurueck in Spanien entspannte ich erstmal ein paar Tage und die Hunde konnten endlich wieder ohne Leine an einem sauberen Strand rennen und mit anderen Hunden spielen. 

Hier noch eine kleine Zusammenstellung von meinen Erlebnissen. 
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfuegung :
Ernaslittletripoflife@gmail.com

    Marokko alleine on Tour